hey there people,
wir sind wieder da. von unserem letzten treffen nach der ausstellung sind mir zur zeit nur wenige eindrücke präsent. das ermöglicht ein unbefangenes durchstarten.
also hier fürs erste ein text, den mir dietmar vogel, ein interessierter und augenscheinlich uns geneigter besucher unserer letzten ausstellung, geschickt hat.
lasst uns also zurück an die arbeit gehen, den blog wiederbeleben und einen regen austausch in gang setzen.
leider rückt durch diesen post der film weiter nach unten. kannst du da was dagegen unternehmen, volker?
ps. ich habe nochmal einige leute zum mitbloggen eingeladen, damit ihr aus den kommentaren rauskommt. bitte meldet euch, sonst verfällt die einladung wieder. wer keine nachricht hat, aber mitbloggen möchte bitte e-mail an ulrikehs@web.de .
hier ist der text:
Ein Gang durch 40 Meter Beton.
Es muss nicht immer Kassel sein.
Wie zum wiederholten Male im ehemaligen Getreidesilo am Saarbrücker Osthafen von einer jungen und frischen - weil noch nicht etablierten - Kunstszene aus der Großregion Saar-Lor-Lux dokumentiert wurde. In diesen “40 Meter Beton“ präsentierte sie über 3 Tage und auf angekündigten 7 Ebenen sich und ihre Installationen aus Licht und Farbe, Klang und Raum.
Als begehbares Gesamtkunstwerk konzipiert, stand dieses frühere Lagerhaus vom 28.9.-30.9.07 unter dem Motto: Erinnern und Vergessen!
Wobei das Thema sich mit der baulich roh und aufgelassen wirkenden Struktur des Silos sowie dem ganz eigenen Charme des Selbstgemachten und Improvisierten aufs Beste verband. Eben ein Gulag der besonderen Art:
Bereits im ersten Raum luden an die Wand geblätterte Bilder den auf welkem Laub wandelnden Besucher ein, sowohl der vorherigen Ausstellung “Standpunkte“, als auch schon der aktuellen und ihrer Protagonisten zu gedenken.
Weiter zu Hye Young Yun, die sich und ihre ersten 2 Jahre full contact mit deutscher Kultur und Sprache in der Nachstellung ihres damaligen Zimmers wiederauferstehen ließ. Eine 7 minütige Performance in einem (T)Raum aus blau!
Darüber hielt Volker Schütz mit Text, Bild und Objekt Erinnerungen aus der Zeit vor seiner Zeit fest und bot durch eine sog. allsichtige Wunderlinse einen Blick durch die Stahlbetondecke hindurch auf die Gegenwart in Hye Young Yun’s Zimmer.
Weiter oben genoss man die meditative Ruhe, die Ulrike und Thomas Hartmann-Schäfer mit fließendem Wasser und Licht geschaffen haben. Schatten und steter Tropfen von der Decke konservierten Vergangenes auf sonderbar unbeständige Weise.
Im 5. Stock zeigte Gila Paris, wie Menschen mit Beton und Strukturen mit Farbe verschmelzen, während uns Hedda Acker klassische Vanitas Motive mit einem Tryptichon aus Video, Bild und passenden Gedichten vergegenwärtigte. Auch noch was zum Mitnehmen und Nachlesen für zu Hause. Als Erinnerung.
Noch eins drauf: Die schemenhaften Bilder von Julia Hunsicker und ihr Begleittext ließen sich als Geschichten lesen. Von links, von rechts? Je nachdem.
Sogar der Blick zum Boden und auf die Treppenstufen bot noch wortgewandte Anregung. Viel Aufregung versprach dabei die mangelnde Kopfhöhe der Treppe.
Danach erstmal runter ins Cafe zu Tratsch und Musik.
Malte der Koch hatte leider kurzfristig abgesagt, doch nach kühlem Bier und einem heißen Hund wurde es schnell warm ums Herz beim Betrachten der Figuren von Heidrun Kley-Baltes. Ein Hauch von Worpswede wehte durch die Provence.
Wer noch mehr Zeit mitgebracht hatte, konnte jeden der 3 Tage mit Musik bei Partystimmung ausklingen lassen. Denn obwohl der im Vorfeld eher mäßigen Publicity und des riesigen Angebots am Tag der bildenden Kunst kamen so viele Interessierte, dass sich zeitweise bei Auf- und Abstieg in entspannter Atmosphäre kleine Warteschlangen bildeten. Wie es sich für einen Turm mit einer lohnenswerten Aus- bzw. Einsicht gehört.
Bleibt zu hoffen, dass dieser Spielort, trotz mangelnder Rentabilität für den Eigentümer, den Architekten Walter Göggelmann, auch weiterhin mit dessen Engagement rechnen kann.
Ein solcher Freiraum, wie er schon in Luxemburg, Straßburg, Metz, sogar Forbach (Castel Coucou) existiert, würde auch Saarbrücken gut anstehen. Es könnte ein allzeit offenes Forum werden, ein saarländisches Angebot für den künstlerischen Nachwuchs in der Großregion, unserem kleinen „Reich der Mitte“.
div
Link: http://silo-2007.blogspot.com
lpssasst uns den
Montag, 12. November 2007
Eingestellt von
off-art.eu
um
Montag, November 12, 2007
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
2 Kommentare:
Hallo
Ich denke, der Text ist gut.
Sehr rhetorisch aber ich finde schon..kekek...
Aber ich denke, es ist noch sehr frueh, Silo und Kassel miteinander zu vergleichen.
LG,
hyeyoung
Kommentar veröffentlichen